Wissenschaftliche Evaluation bestätigt: „Koordinierte Versorgung zuhause“ stärkt die Pflege im häuslichen Umfeld

16. Oktober 2026

Seit 2024 setzt die Sozialstation St. Martin in Schlier im Rahmen des „Innovationsprogramms Pflege“ des Sozialministeriums Baden-Württemberg das Pilotprojekt „Koordinierte Versorgung zuhause“ um. Ziel ist es, pflegebedürftigen Menschen auch bei steigendem Unterstützungsbedarf ein möglichst langes Leben in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung zu ermöglichen.

Während der Pilotphase wurde das Projekt wissenschaftlich von einer unabhängigen Stelle begleitet. Der nun vorliegende Abschlussbericht zeigt: Die koordinierte Versorgung kann dazu beitragen, dass pflegebedürftige Menschen länger und besser zu Hause versorgt werden.

Laut Evaluation sind insbesondere die Begleitung, Unterstützung und Beratung bei der Planung der Versorgung sowie der Einsatz von Betreuungskräften wichtige Faktoren. Im Rahmen des Konzepts vermittelt die Sozialstation Betreuungskräfte, die direkt bei den betreuten Personen angestellt werden.

Dieses Modell bietet mehrere Vorteile: Es ermöglicht den Aufbau einer persönlichen Beziehung zwischen der betreuten Person und der Betreuungskraft. Zugleich kann eine Beschäftigung auf Minijob-Basis eine vergleichsweise kostengünstige Unterstützung bieten. Auch Angehörige, Nachbarn und Bekannte können in die Versorgung einbezogen werden und dazu beitragen, dass ein Leben in der eigenen Wohnung länger möglich bleibt.

Die Förderung durch das Sozialministerium Baden-Württemberg endet zum Jahresende 2026. Die bestehenden Unterstützungsangebote der Sozialstation St. Martin werden dennoch unvermindert fortgeführt.

Wer sich über die „Koordinierte Versorgung zuhause“ informieren möchte oder Interesse an einer Teilnahme hat, kann sich gerne für eine kostenfreie Beratung an die Sozialstation St. Martin wenden, telefonisch unter 07529-855 oder per E-Mail unter info@sozialstation-schlier.de.